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Tenova TAKRAF

Tenova TAKRAF und Liebherr entwickeln gemeinsam das erste dieselelektrische Antriebssystem für Surface Miner

19.04.2010
Im März 2010 haben die TAKRAF GmbH, eine Tochtergesellschaft der italienischen Tenova S.p.A. und die Liebherr-Werk Biberach GmbH eine Rahmenvereinbarung über eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung des neuen dieselelektrischen Antriebsystems für Tenova TAKRAF Surface Miner unterzeichnet.

Tenova TAKRAF als ein weltweit führender Anbieter von kontinuierlicher Tagebautechnik bietet Surface Miner als Ergänzung seines Produktprogramms für die Gewinnung weicher bis mittelharter Rohstoffe an. Charakteristisch für diese Geräte mit der Typenbezeichnung TSM ist die Anordnung der Fräswalze an der Maschinenfront. Diese Anordnung gewährleistet, dass sich alle Raupen des Fahrwerkes im Förderbetrieb immer auf einem ebenen, frisch geschnittenen Planum bewegen. Dadurch verringert sich nicht nur die Belastung der Fahrwerkskomponenten sondern erhöht sich ebenso die Stabilität im Einsatz. Die Fräswalze eines TSM ist im Vergleich zu Produkten anderer Hersteller deutlich größer. Der TSM300, ein Gerät der mittleren Leistungsklasse, erreicht bereits eine Schnitttiefe von 800 mm. Die daraus resultierende große Schnittfläche erfordert bei gleicher Schneidleistung eine deutlich geringere Fahrgeschwindigkeit und Fräswalzendrehzahl. Der Verbrauch an Schneidwerkzeugen wird gesenkt und der Verschleiß am Fahrwerk verringert. Diese Tenova TAKRAF Technologie bietet darüber hinaus prozesstechnische Vorteile. Der TSM ist in der Lage ein Produkt mit engem Korngrößenband zu erzeugen und ermöglicht eine optimale Materialübergabe an Transportmittel (z.B. LKW oder mobile Bandbrücken).

Bereits heute sind Tenova TAKRAF Surface Miner TSM mit frequenzgeregelten und hoch effizienten elektrischen Bandantrieben ausgerüstet. Aufgrund Tenova TAKRAF’s jahrzehntelanger Erfahrung mit elektrisch betriebenen Gewinnungsgeräten wurde deshalb die Integration eines elektrischen Antriebes in die Fräswalze eines leistungsstärkeren Surface Miner untersucht und patentiert.

 

Für die Entwicklung und Fertigung des vollständigen elektrischen Antriebsstrangs inklusive Steuerung konnte mit der Liebherr-Werk Biberach GmbH ein kompetenter Partner gefunden werden, der über große Erfahrung auf dem Gebiet der dieselelektrischen Antriebssysteme für Mining-Trucks verfügt.

Der TSM500e wird mit einem Fräswalzenantrieb von 2x500 kW ausgerüstet. Die Antriebseinheiten, bestehend aus Planetengetriebe und integriertem Elektromotor, zeichnen sich durch eine extrem kompakte Bauform aus und werden in bewährter Bauweise innerhalb der Fräswalze montiert. Neben dem Fräswalzenantrieb, dem Herzstück, werden auch die Fahrwerksantriebe sowie alle weiteren Antriebe mit  Elektromotoren realisiert. Durch den im Vergleich zu einem hydraulischen Antriebsstrang wesentlich besseren Wirkungsgrad eines elektrischen Antriebsstrangs und die intelligente Steuerung wird der TSM500e, besonders im Teillastbereich, eine deutliche Effizienzsteigerung und resultierend einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch erreichen.

 

Gegenüber vergleichbaren  dieselhydraulischen Antriebssystemen ist beim TSM500e eine Einsparung von mehr als 100.000 l Dieselkraftstoff pro Jahr zu erwarten. Der eingesetzte Dieselmotor erfüllt bereits heute die Abgasnormen entsprechend EU Stufe 2 und USA Tier II. Beides trägt zu einer erheblichen Reduktion der Betriebskosten und der Schadstoff- sowie der CO2- Emissionen bei.

 

Der TSM500e ist für eine Förderleistung bis 2.400 m³/h konzipiert und bietet eine Schnitttiefe von 1,1m.  Das Gerät wird mit allen vom TSM300 bekannten Sicherheits- und Wartungssystemen ausgestattet sein. Dazu gehört zum Beispiel eine geräumige klimatisierte Fahrerkabine. Sie ist schallisoliert und gedämpft und mit standardgerechtem ROPS/FOPS Schutz ausgerüstet. Die „heavy duty“ 230V Bordversorgung mit HID Betriebsleuchten sorgt für eine gute Ausleuchtung der Umgebung. Das Zentralschmiersystem und die Servicestation in Bodennähe gehören dazu, ebenso ein automatisches Feuerlöschsystem im Motorraum. Die Bedienung des Gerätes wird unterstützt durch das Maschinendiagnosesystem mit integrierter Neigungskorrektur und Schnitttiefensteuerung.

 

Die Markteinführung des TSM500 soll 2012 erfolgen.

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